Die Ortsgemeinde Bruchhausen
Bruchhausen liegt auf einer einzigartigen, weiträumigen Terrasse am Rande des Naturparks Rhein-Westerwald über dem Rheintal mit Blick in die Hocheifel und das Siebengebirge. Durch seine geographische Lage hat es die Vorteile eines ausgeglichenen und milden Klimas, welches durch den großvolumigen Luftaustausch zwischen dem Rheintal und den höheren Lagen des Westerwaldes und der Eifel beeinflusst wird, und sprichwörtlich gute Luft beschert.
Nur wenige Autominuten von Bonn und Köln entfernt, zeichnet sich Bruchhausen durch viele Wandermöglichkeiten aus. So gibt es z.B. herrliche Wege zum Aussichtspunkt der Erpeler Ley, zum "Auge Gottes" und zur "Laurentiushütte". Auch der Rheinsteig weist einen Abstecher nach Bruchhausen aus. Trotz seiner Nähe zu den Ballungsgebieten hat sich Bruchhausen seinen dörflich, ländlich geprägten Charakter bewahrt. Es ist mit einer landwirtschaftlichen Nutzung von 58,6 % und einer Gemarkungsgröße von 261 Hektar die kleinste selbständige Gemeinde der Verbandsgemeinde Unkel im Landkreis Neuwied.
Aus der Geschichte
Der Name Bruchhausen kommt von dem Wort "Broichhausen": Broich bedeutet Bruch = sumpfige, moorige Stelle. Daher auch die mundartliche Bezeichnung "Brooches".
Köhlerei und Kupferbergbau waren die ersten Ökonomischen Grundlagen für die Älteste Siedlung in fränkischer Zeit.
Später kamen Ackerbau, Weinbau sowie Ton- und Basaltabbau in den nahe gelegenen Brüchen hinzu. Im Ortskern bietet die Pfarr- und Wallfahrtskirche
St. Johann Baptist mit ihren romanischen und gotischen Bauteilen, umgeben von einer Gruppe von Fachwerkhäusern aus dem 17. und 18. Jahrhundert,
einen malerischen Eindruck. An den einzelnen Bauteilen der Kirche lassen sich leicht die verschiedenen Bauphasen der Jahrhunderte ablesen.
So weist z.B. der zentrale Schlussstein des Chores, der das Wappen des Dietrich von Moers trägt (1414-1462 Erzbischof von Köln),
darauf hin, dass dieser unter seiner Regentschaft unter Beteiligung der Familie von Spee, deren Wappen ebenfalls einen Schlussstein ziert,
errichtet wurde.
Die bedeutendsten Kunstwerke der Kirche sind eine Madonnen-Holzskulptur aus dem Jahre 1330/40 (bekleidet als Gnadenbild),
eine Madonnen-Steinskulptur von Anfang des 15. Jahrhunderts und der einzigartige "Totentanz" von etwa 1700.
Neben der Pfarrkirche besitzt Bruchhausen eine Reihe weiterer Baudenkmäler, wie etwa die Burg der Grafen von Spee, das Haus der Grafen von Trips, das alte Pfarrhaus mit seinem wunderschönen Mansardendach sowie mehrere Fachwerkhäuser im Ortskern.
Doch auch den Anschluss an die Moderne hat Bruchhausen nicht verpasst. Die Internet-Seite unter www.bruchhausen.net gibt aktuelle Auskünfte über Termine und Veranstaltungen. Hier werden auch die Kontaktadressen der immerhin 16 ansässigen Vereine veröffentlicht. Aktuell hat die Gemeinde 924 Einwohner.
Der Möhnenclub "Sprühende Funken"
Bereits in den 60er Jahren veranstalteten engagierte Frauen in Bruchhausen an Weiberfastnacht eine Karnevalssitzung
für die holde Weiblichkeit. Seit 1994 findet die Veranstaltung traditionell am Samstag vor Weiberfastnacht statt,
um so mehr Frauen die Gelegenheit zur Teilnahme zu geben.
Aktuell werden die Geschicke des Möhnenclubs von der Ersten Vorsitzenden Bettina Acker gelenkt.
Schon unmittelbar nach Abschluss der aktuellen Session beginnt sie mit der Planung der kommenden Sitzung.
Ihr zur Seite steht die Zweite Vorsitzende, Ursula Cierpka, die auch seit Jahren mit viel Charme als
Sitzungspräsidentin durch das Programm führt. Diese Aufgabe hält sie jedoch nicht davon ab, auch in Einzelvorträgen
oder Zwiegesprächen selber aktiv auf der Bühne zu stehen.
Der Möhnenclub, dem zurzeit 13 aktive, 13 inaktive und zwei Ehrenmitglieder angehören, weist eine interessante
Alterstruktur auf. Sie reicht von der Jüngsten mit gerade 31 Jahren bis zur ältesten mit knapp 71. Inaktiv im
Verständnis der meisten Möhnen heißt jedoch nicht, dass sie bei der Sitzung nicht doch tatkräftige Unterstützung
leisten bzw. sogar sehr aktiv innerhalb des Programms auftreten.
Die Aktivitäten des Vereins beschränken sich nicht auf die Karnevalssession. Es werden auch regelmäßig Ausflüge
und Touren unternommen.
Seit 2006 gibt es eine Kindertanzgruppe der Möhnen, der natürlich auch Kinder bzw. Enkelkinder der Mitglieder
angehören.